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Brennende Erde / Philip Lee Williams



Brennende Erde

Philip Lee Williams


Manhattan by Goldmann Verlag
Rezension ist von 1/1998
Leserschwert-Genre: Real Life

Mississippi-Blues

Der junge Snake Ripley arbeitet schon viel zu lange in der heruntergekommenen Autowerkstatt eines gottverlassenen Kaffs im amerikanischen Süden. Müßte er sich nicht um seinen versoffenen Vater und seinen geistig zurückgebliebenen Bruder Leslie kümmern, wäre er schon längst über alle Berge. Das einzig Aufregende in seinem Leben ist Truly, eine wohlstandsverwahrloste und dauergeile Millionärstochter, in die sich der temperamentvolle Sensibler Snake verliebt hat. Beide träumen davon, der Ödnis von Rockton/Mississippi zu entfliehen, hoffen auf Erlösung aus der entnervenden Monotonie ihres Alltags. Bis ein tödliches „Unglück“ eine Kettenreaktion in die endlosen, drückend heißen Tage des Sommers reißt, in der all die aufgestauten Emotionen herausbrechen. Unaufhaltsam und mit einer abstrakten Logik, die weder Snake noch Truly kontrollieren können, wird das Bilderbuchstädtchen von einer Welle der Gewalt erfaßt. Nur Leslie stemmt sich ihr entgegen – überzeugt, die Menschen, die er liebt, erlösen zu können …
Philip Lee Williams – 1990 in den USA zum Autor des Jahres gekürt – benötigt in seinem neuen Roman „Brennende Erde“ nur einen einzigen plazierten Funken, um die schwüle Atmosphäre zwischenmenschlicher Kommunikationsunfähigkeit in leidenschaftlicher Destruktion aufflammen zu lassen, seine Story tropft langsam, träge und dickflüssig ihrer Bestimmung entgegen – wie Schweiß, wie Tränen, wie Blut.
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