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Das Haus Savage / Jay McInerney



Das Haus Savage

Jay McInerney


Goldmann Verlag
Übersetzer: Otto Bayer
Rezension ist von 1/1998
Leserschwert-Genre: Szene

Südstaaten-Blues mit Rockriffs

Will Savage, der jüngste Sprößling einer alten, wohlhabenden Pflanzerdynastie aus Mississippi, ist ein Rebell zwischen Zeit und Raum. Auf der einen Seite liebt er das fette Land mit seinen grünen sumpfigen Weiden, die Stadt Memphis mit ihren schwülwarmen Sommerabenden und die heruntergekommenen Soulschuppen der Schwarzen. Auf der anderen Seite ist er ein Kind der Aufbruchsstimmung der 60er, ein ideologischer Querschläger, der mit allen Traditionen der glorreichen Vergangenheit des Südens bricht – Traditionen, die sich in der Figur seines übermächtigen Vaters Cordell fokussieren. Nur Patrick Keane, Wills altem Freund aus Collage-Zeiten, gelingt es immer wieder, zwischen Sohn und Vater zu vermitteln. Und obwohl der stille und zurückhaltende Patrick große Bewunderung für den respektgebietenden Cordell empfindet, hält er doch unbeirrt zum genialischen, innerlich zutiefst zerrissenen Will. Selbst nach Wills skandalumwitterter Hochzeit und seinem Aufstieg zum millionenschweren Musiktycoon scheint die Freundschaft unerschütterlich – bis Will eines Tages Patrick mit einer schicksalshaften Bitte auf die Probe stellt …
Der amerikanische Autor Jay McInerney, der bereits in seinem Debütroman „Ein starker Abgang“ sein besonderes Talent aufblitzen ließ, stellt „Das Haus Savage“ , das auf einem extrem soliden sprachlichen Fundament ruht, wie ein Wahrzeichen für die Lust am Erzählen in die literarische Landschaft – keine unnötigen Ornamente, keine stilistischen Windfänge, aber eine magnetische Fassade, hinter der sich ein großartig strukturiertes „Lesegefängnis“ ausbreitet, aus dem es kein Entrinnen gibt …
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