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Wächter der Nacht / Sergej Lukianenko



Wächter der Nacht

Sergej Lukianenko


Heyne Verlag
Übersetzer: Christiane Pöhlmann
Rezension ist von 9/2005
Leserschwert-Genre: Fantasy

Im Zwielicht

Rechtzeitig zum Kinostart des erfolgreichsten russischen Films aller Zeiten erscheint nun endlich auch Teil 1 der literarischen Vorlage in deutscher Übersetzung. Und da es sich dabei erstens um Fantasy, zweitens eine Trilogie und drittens einen Millionen-Seller handelt, kann man selbstverständlich nirgendwo zwei zusammen hängende Sätze über dieses Buch lesen, in denen kein Vergleich zu „Der Herr der Ringe“ bemüht wird – was, gelinde gesagt, lächerlich ist. Denn im entscheidenden Gegensatz zu Tolkiens epischem Kampfgetümmel zwischen Gut und Böse beschwört Sergej Lukianenko hier ein verwaschenes Szenario herauf, in dem das „Zwielicht“ regiert, eine fragile Paralleldimension der realen Welt, in der sich die „Anderen“ (Vampire, Magier, Gestaltenwandler, Hexen u.ä.) gegenüberstehen, die „Dunklen“ und die „Hellen“, die „Wächter des Tages“ und die „Wächter der Nacht“. Allerdings tun sie das nicht wie in alten Zeiten, um sich gegenseitig niederzumetzeln, sondern um das empfindliche Gleichgewicht der Kräfte aufrecht zu erhalten.
In der Trockenversion klingt das etwas nach einem abgedroschenen Genre-Mix aus Fantasy & Horror, der mit einem Schuss Yin-Yang-Eso abgeschmeckt wurde, aber das „Zwielicht“ – das man im Einserteil aus der unerfahrenen Perspektive des jungen „Wächters“ Anton Gorodezki betritt – erweist sich als eine weit komplexere Komposition, als die Zutaten vermuten lassen. Okay, durch die ersten 100 Seiten muss man sich durchbeißen, dann allerdings dämmert einem, dass die latente Orientierungslosigkeit, mit der man durch Lukianenkos prall gefülltes Universum „irrt“, durchaus System hat. Lukianenko spult keinen roten Faden ab, er spinnt ein Netz daraus, auf dem er jederzeit und ohne Vorwarnung abbiegen und die Handlung in eine unerwartete Richtung treiben kann. „Wächter der Nacht“ ist eine Story, auf die man sich einlassen muss, die einen dann aber garantiert nicht mehr rauslässt.
Bewertung

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