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Der coolste Killer / Robert Farrar



Der coolste Killer

Robert Farrar


Kiepenheuer & Witsch Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 11/1997
Leserschwert-Genre: Slapstick

Lizenz zum Todlangweilen

Der Handelsbankangestellte Wallace Ritchie – die personifizierte Durchschnittlichkeit – bekommt zu seinem 29. Geburtstag von seinem Bruder eine Eintrittskarte für das Theater des Lebens geschenkt – ein Theater, dessen Aufführungen nicht auf der Bühne, sondern mitten im wahren Leben stattfinden und das sein exklusives „Publikum“ aktiv in die Dramaturgie einbindet. Wallace wird telefonisch zu einem geheimnisvollen Haus in London bestellt, wo ihn bereits ein atemberaubend schönes Callgirl namens Rachel erwartet, um ihn in seine Rolle als ultracooler Spezialagent „mit der Lizenz zum Töten“ einzuführen. Der schüchterne Wallace ist begeistert, und je tiefer er sich in das Handlungsnetz zwischen Auftragskillern, Secret Service und KGB verstrickt, umso kaltschnäuziger improvisiert sich „Der coolste Killer“ durch das mörderische Intrigenspiel. Was Wallace allerdings nicht ahnen kann, ist, daß der Anruf keineswegs vom Theater des Lebens kam …
Die Grundidee, mittels derer Robert Farrar eine rasante Slapstick-Kettenreaktion auslösen will, ist zwar durchaus originell und witzig, leider geht dem sprachlich nicht allzu sattelfesten Autor aber schon sehr bald die Luft aus, und die Story schleppt sich – einzig getragen durch ihre Eigendynamik – über diverse Allgemeinplätze der klassischen Verwechslungskomödie ihrem überraschungslosen Finale entgegen. Aber noch hat der coolste Killer nicht an seinem wahren Bestimmungsort zugeschlagen, denn Robert Ferrar adaptierte sein Skript für die Leinwand, und schon bald wird Bill Murray in einer maßgeschneiderten Rolle zeigen, was tatsächlich in dem Plot steckt …
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