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Haut.Nah / Margit Hahn



Haut.Nah

Margit Hahn


Milena Verlag
Rezension ist von 10/1997
Leserschwert-Genre: Beziehung und so
1 Besucherkommentar zu diesem Buch.

Hahn legt Eier

„Margit Hahn besticht durch ihren direkten, radikalen Sprachgestus, ihre klaren Bilder und erfrischend bösen Humor.“ Klappentexte sind immer mit Vorsicht zu genießen, dieser hier ist aber auch mit viel Nachsicht ungenießbar. Denn der bestechend direkte, radikale Sprachgestus von „Haut.Nah“ () erweist sich bereits nach wenigen Zeilen als direkter, radikaler Sprachdilettantismus, die klaren eindringlichen Bilder zeigen auf diffus aufdringliche Art, wie tief spätpubertäre Oberflächlichkeiten sein können, und der erfrischend böse Humor ist schlicht und einfach nicht vorhanden.
Margit Hahn – 1996 mit dem „Österreichischen Förderungspreis für Literatur“ ausgezeichnet – ergeht sich in ihrem neuen Erzählband in erotischen Phantasien, deren subtile Reife mitleiderregend an die sexuell überhitzten Phantastereien tagebuchschreibender Teenager erinnert. Sprachlich völlig nackt, fummelt Margit Hahn an erzählerischen Weichteilen herum, die sie dann in schulbuchrevoluzzerischem Stilbrucheifer mit willkürlicher Härte kontrastiert. Die Höhepunkte der intimen Peinlichkeit aber erreicht „Haut.Nah“ in jenen Passagen, in denen Hahn sich auf die Spuren der männlichen Libido heftet und ihre Leser/innen darüber aufklärt, welchen Qualen sie unter der Tyrannei ihres imaginierten „Schwanzes“ ausgesetzt ist. Fazit: Mit ihrem neuen Buch erfüllt Margit Hahn das, was sie mit ihrem letzten Titel versprochen hat – der lautete „Entgleisungen“.
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abuabbasibnhadschi schrieb am 15.12.08, 22:49Kritik der Kategorie Schriftsteller verunglimpft Schriftstellerin. Insider wissen, wer gemeint ist. mit allerliebsten Grüßen


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