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Todesfluch / Iceberg Slim



Todesfluch

Iceberg Slim


Rowohlt Verlag
Rezension ist von 9/1997
Leserschwert-Genre: Real Life

Blaxploitation

Iceberg Slim (eigtl. Robert Beck) wußte wovon er schrieb. Geboren 1918, wuchs er ohne Vater als Gettokind auf und übernahm schon als Jugendlicher diverse Handlangerdienste für einen mittelmäßigen Betrüger. Seine kurze Studentenkarriere am Collage in Tuskegee, das er wegen seiner überdurchschnittlichen Intelligenz besuchen durfte, ersoff im schwarzgebrannten Whiskey, den er am Campus verkaufte, und Iceberg Slim schlug die Zuhälter-Laufbahn ein – die ihm dank seiner besonderen Abgebrühtheit und Kälte nicht nur seinen Namen sondern auch mehrere Gefängnisaufenthalte eintrug. Nachdem er sich aus dem Geschäft zurückgezogen hatte, veröffentlichte er zwischen 1965 und 1976 sieben Bücher, die sich weltweit über sechsmillionen Mal verkauften. Iceberg Slim starb im April 1992.
Sein Roman „Death Wish“, der nun – 20 Jahre nach dem Original – in der deutschen Übersetzung als „Todesfluch“ erschien, ist ein literarischer Gewaltakt – außen blutig, innen schwarz – der den Drogenkampf in den Gettos von Chickago mit der zeitlupigen Ästhetik von Blaxploitation-Filmen wie „Shaft“ oder „Superfly“ rüberbringt. Die Story lebt in erster Linie vom großangelegten Sterben, aber in diesem Blutrausch werden auch immer wieder brillante Moment spürbarer Athentizität an die Oberfläche geschwemmt, die für dieses Genre einzigartig sind. Extrem hart, extrem brutal, aber auch extrem echt.
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