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Hotel Sphinx / Arthur Phillips



Hotel Sphinx

Arthur Phillips


Goldmann Verlag
Übersetzer: Sigrid Ruschmeier
Rezension ist von 4/2005
Leserschwert-Genre: Genre auswählen

Literarischer Fund

Luxor, 1922: Der junge britische Archäologe Ralph Trilipush setzt auf seiner wissenschaftlichen Laufbahn zum großen Endspurt an: Er ist felsenfest davon überzeugt, dass ihn nur noch ein paar Schaufeln Wüstensand vom Traum seines Lebens trennen; der Entdeckung der Grabkammern des sagenumwobenen ägyptischen Dichterkönigs Atum-hadu. Blöderweise steht Trilipush – in dessen Person sich Egozentrik, Optimismus, Selbstgefälligkeit und Paranoia in einem psychischen Furioso zu einer hochentwickelten Form der Naivität vereinen – mit der Einschätzung seiner Lage ziemlich allein in der Wüste. Die Konkurrenz belächelt ihn als Clown, der einem wissenschaftlichen Phantom hinterherjagt, seine höchst dubiosen Finanziers aus Amerika drehen ihm den Geldhahn zu, seine opiumvernebelte Braut telegrafiert ihm den Laufpass und als böswillige Draufgabe hat ihm das Schicksal auch noch den australischen Privatdetektiv Harold Ferrell an den Hals gehetzt, der davon besessen ist, Trilipush als Lügner und Mörder zu entlarven …
Erzählkunst, klassischer Stil. Der amerikanische Autor Arthur Phillips, dessen bestechendes Talent bereits in seinem Romandebüt „Prag“ aufblitzte, betätigt sich in „Hotel Sphinx“ auch formal als Archäologe und gräbt einen Erzählstil aus, der dem gierigen Zahn des Zeitgeists eine sprachliche Wurzelbehandlung verpasst. Die vielschichtige Story, die Phillips aus zwei völlig konträren Perspektiven (Trilipush und Ferrell) und anhand von Tagebucheinträgen und Briefen ausbuddelt, entwickelt ihre hinterhältige Raffinesse und atmosphärische Dichte auf eine so unauffällige und unaufdringliche Art, wie man sie schon lange nicht mehr auf den internationalen Bestsellerlisten fand. Und trotzdem steckt – von der subtil aufgebauten Spannung bis zum grundsympathischen Humor – alles in dem Buch, was einen echten ,Pageturner‘ ausmacht. Ein wunderbarer Roman.
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