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fix und alle / Lucy Hawking



fix und alle

Lucy Hawking


Fischer Verlag
Übersetzer: Claudia Wuttke
Rezension ist von 2/2005
Leserschwert-Genre: Wahnwitz

Durchknall-Theorie

Mag sein, dass der berühmte Name Lucy Hawking beim Senkrechtstart ihres Romandebüts als Trägerrakete diente, mag auch sein, dass er das mediale Echo um ein paar Promi-Dezibel hinaufschraubte. Aber so ist das nun mal, wenn man die Tochter des vermutlich bekanntesten Wissenschaftlers der Gegenwart, des Astrophysikers Stephen Hawking, ist. Wie auch immer: Lucy hat offenbar gut aufgepasst, wenn ihr Daddy über den Urknall referierte, denn ihre Story ist komplett durchgeknallt. Im Mittelpunkt steht der junge, erfolgsverwahrloste Londoner Investmentbanker William Gadget, dessen fragile Balance zwischen Workaholic und Alkoholic durch eine obskure Morddrohung heftig wegkippt, worauf sich der gute Will plötzlich in einem schottischen Yogi-Ashram wiederfindet. Was wiederum seine Freunde – eine schillernde Truppe, bestehend aus dem freischaffenden Söldner Mac, dem notorisch eingekifften Möchtegernschauspieler Dallas, dem schwulen TV-VIP-Gärtner Jem, dem „Eaton Place“-tauglichen Butler Albert und Wills para-aristokratischer Boheme-Freundin Min – dazu veranlasst, kopfüber in jenes Schlamassel zu hüpfen, in dem sie Will vermuten …
Sie ahnen es: Die Geschichte lebt von ihren Charakteren, und die bringt Lucy Hawking – nach einem fulminanten 4-Seiten-Intro und einer stilistisch etwas spröden Aufwärmphase (ca. 20 Seiten) – wunderbar ins Spiel. Sie ziseliert die einzelnen Protagonisten gekonnt zu Buddy-Reliefs, wodurch der zutiefst britische Humor dieses Romans schon sehr bald mit der Eigendynamik eines Insiderschmähs Tempo macht. Ein irres Leckerli für zwischendurch.
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