suche

impressum



fundgrube
Das Kommando / Vince Flynn
Mit seinem neuen Roman, der erstmals auch den Sprung in die Top Ten der New York Times- ...

weiterlesen

Auf ganzer Linie / Keith Lowe
Nüchtern betrachtet ist es so gut wie unmöglich, an einem einzigen Tag das gesamte Londoner U-Bahn- ...

weiterlesen

Gummi / Matt Beaumont
Drei Jahre ist es her, dass der Ex-Werbetexter Matt Beaumont mit seinem Debütroman „E-Mail an alle“ ...

weiterlesen


newsletter
Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!



    « zurück
Der Orden / Stephen Baxter



Der Orden

Stephen Baxter


Heyne Verlag
Übersetzer: Peter Robert
Rezension ist von 1/2005
Leserschwert-Genre: Science Fiction

Gewagte Zeitreise

Bequemlichkeit kann man diesem Herrn hier auch beim schlechtesten Willen nicht vorwerfen. Ich stelle mir das so vor: Wenn dem britischen „Visiofictionisten“ Stephen Baxter eine neue Romanidee durchs kühne Hirn pfeift, nimmt er zwei Arbeitsstühle, richtet sie akribisch vor seinem Computer ein und setzt sich dann genau dazwischen. Umso erstaunlicher, dass Baxter regelmäßig auf internationalen Bestsellerlisten auftaucht, denn seine Bücher sind hochgezüchtete „Genre-Bastarde“, die man normalerweise nicht an die Kette legen muss, um den Laden zu hüten. Nun aber will der Entdecker des Multiversums mehr, als „nur“ Hardcore-SciFi-Gedankenexperimente über einen romanesken Spannungsbogen drapieren.
In „Der Orden“ wagt sich Stephen Baxter nämlich an das formal heikle Unterfangen, einen historischen Verschwörungsthriller im Bett der Gegenwart mit einem SciFi-Szenario zu paaren. Die Idee zu dieser Story (und der Mut, sie durchzuziehen) verdienen zweifelsohne einen Orden; allerdings schwemmen Baxters Hirntiraden auch seine stilistischen Schwächen stärker an die Oberfläche als sonst: Die Figuren tragen die zeitsprunghafte Story nicht wirklich, sie werden eher mitgeschleppt, und Baxters – sprachlich nicht fett unterfütterter – Hang zur erzählerischen Opulenz leitet die Lektüre mitunter in die Mühsal. Unspannend ist die Sache aber trotzdem nicht, denn die Story selbst, die eine rätselhafte Querverbindung zwischen dem 5. und dem 21. Jahrhundert schafft, klettert – und auch das ist typisch Baxter – mit fast organischer Präzision an einem stabil konstruierten Gedankengerüst in die ungewisse Zukunft …
Bewertung



Ihr Kommentar
Ihr Name *
E-Mail
Ihre Meinung *
 
  Bitte geben Sie den Code aus der Grafik ein:
 

Alle mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden!