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Schundroman / Bodo Kirchhoff



Schundroman

Bodo Kirchhoff


Fischer Verlag
Übersetzer: Übersetzer
Rezension ist von 10/2003
Leserschwert-Genre: Seltsam
1 Besucherkommentar zu diesem Buch.

Schund und Sühne

Die gebundene Ausgabe dieses Taschenbuchs ist zwar bereits im Juni 02 erschienen, aber das kann uns in diesem Fall schnurz sein. Denn ehrlich: Wer will schon einen „Schundroman“ als Hardcover lesen? Eben. Wenden wir uns also der entscheidenden Frage zu: Hält Bodo Kirchhoff, was sein Titel verspricht? Die simple Antwort lautet: nein.
Das hat mehrere Gründe. Erstens, die temporeiche und sauber dreckig angelegte Sex-&-Crime-Story rund um den Auftragskiller Willem Hold, die Chandlers Nährboden mit Tarantinos Pflug beackert, reibt sich oft dort an der Hirnrinde, wo sie eigentlich schmierig werden sollte. Zweitens hinkt der Pulp-Stil: Kirchhoff, dessen literarische Fähigkeiten nach Romanen wie „Parlando“ und „Infanta“ außer Zweifel stehen, bewegt sich wie ein Säugetier durch die Untiefen des Genres – er taucht immer wieder auf, um Luft zu holen. Und drittens drängt sich der laute Verdacht auf, dass Kirchhoff diesen Titel vor allem als Deckung gewählt hat, aus der heraus er seine Watschen quer durch den deutschen Kulturbetrieb verteilen kann. Was nicht heißen soll, dass dieses Buch nicht lesenswert ist. Keineswegs. Kirchhoff tobt sich auf über 300 Seiten volle Kanne aus, vor allem die Dialoge glühen, als hätte er sie überm offenen Feuer geschmiedet, und witzig ist das Ganze obendrein. Aber „Schundroman“ ist das sicher keiner …
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 1 Kommentar zu diesem Buch.

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blubb schrieb am 20.07.08, 22:02ja ich find den roman toll :P :D xD


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