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Das Handbuch für Rabenmütter / Kate Long



Das Handbuch für Rabenmütter

Kate Long


Goldmann/Manhattan Verlag
Übersetzer: Isabel Bogdan
Rezension ist von 11/2004
Leserschwert-Genre: Zeitgeist

Was Frauen wünschen

Bei den Briten war der Debüt-Roman von Kate Long ein echter Renner – worauf der Verlag auch dezent mit einem grellgelben Cover-Button („Der Nr.1-Bestseller aus England“) hinweist. Dieser Button lässt in unseliger Kombination mit dem Titel des Buches, der stark nach Lockenwickler-Literatur duftet, irgendwie nichts Gutes erahnen. Doch die oberflächliche Skepsis wird bereits auf den ersten paar Seiten druckvoll weggeblasen, weil Long nicht lang rumfackelt und gleich mal klarstellt, wohin die Reise geht: in die Tiefen eines komplexen Beziehungsgeflechts, die sich bekanntlich gerne zwischen den Zeilen auftun. Und das tun sie auch ganz locker in Longs Schreibstil.
Zur Story: Die 17-jährige Charlotte, ihre junge Mutter Karen und ihre Großmutter Nan leben mitten in der englischen Mittelmäßigkeit. Die drei versuchen, das Beste aus ihrem Dasein zu machen und sind immer wieder verblüfft, was dabei herauskommt: Etwa ein geplatztes Kondom, das alle Träume, die Karen für ihre Tochter hegte und pflegte, ebenso platzen lässt. Oder Charlottes Schulabschluss, der daran zu scheitern droht, dass die mehr als nur schrullige Nan deren Aufsätze in den Toaster steckt. Oder die deftige Erkenntnis, dass Karen mit 33 Jahren Großmutter werden soll … Nicht zuletzt durch den ständig rotierenden Perspektivenwechsel in diesem fein ironischen Frauenroman gelingt es Kate Long, mit ihren drei charmant gezeichneten Figuren die komplette emotionale Palette des „ganz normalen“ Zusammenlebens rauf- und runterzuspielen. Das ist witzig, böse und zärtlich.
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